Aktionstag rund ums Fahrrad an der St.-Antonius-Schule



Am 11.9.2010 war für die Schülerinnen und Schüler der St.-Antonius-Schule in Hartefeld ein besonderer Unterrichtstag. Denn an diesem Samstag mussten alle 123 Schüler dieser Schule und die 19 Schüler der zweiten Schuljahre der Astrid-Lindgren-Schule, die im gleichen Schulgebäude zu Hause sind, mit dem Fahrrad zur Schule kommen. An zehn verschiedenen Stationen lernten die Kinder dann ganz viel darüber, was man beim Einsatz des Rades im Straßenverkehr beachten muss.
Nach einem gemeinsamen Lied aller Schüler auf dem Schulhof ging es direkt an die Stationen. Im Schulgebäude konnten die Kinder bei verschiedenen Spielen ihr Wissen über das verkehrssichere Fahrrad, aber auch über Verkehrsregeln- und -zeichen erweitern und prüfen. In einem Klassenraum konnte man zwei Räder miteinander vergleichen. Während eines aus kaum mehr als zwei Rädern, einem Sattel und einem Lenker bestand, besaß das andere, von der Firma Gelderner Fahrrad-Profi ausgeliehene Rad alles, was nötig ist, um sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können.
In einem Film erfuhren die Schülerinnen und Schüler von einer Mutter, deren Tochter durch einen Sturz vom Fahrrad ums Leben gekommen ist, wie wichtig ein gut sitzender Helm ist. Mit Hilfe eines kleinen Helmes und roher Eier wurde dies auch noch einmal eindrucksvoll durch die Lehrer demonstriert.
In der abgedunkelten Aula konnten die Kinder in die Rolle eines Autofahrers schlüpfen. So konnten sie erleben, wie schlecht schwarze Kleidung im Dunkeln zu sehen ist, wie viel sicherer es jedoch ist, wenn reflektierende Streifen angebracht wurden oder helle Kleidung gewählt wurde. In der Turnhalle gab es dann einen Geschicklichkeitsparcour zu bewältigen, bei dem besonders der Gleichgewichtssinn geschult wurde.
Das Außengelände der Schule war Schauplatz der Aktionen mit dem Fahrrad. Die Schülerinnen und Schüler kontrollierten anhand einer Checkliste und unterstützt von Eltern ihre Fahrräder auf Verkehrssicherheit. Viele Kinder waren sehr überrascht, dass auch einige fast neue Räder wesentliche Sicherheitsmängel aufwiesen. Noch spannender war es beim anschließenden Helmcheck. Viele Helme saßen nicht richtig oder waren so beschädigt, dass sie im Notfall die Kinderköpfe nicht schützen würden. Kleine Reparaturen wurden dann von einem Mitarbeiter der Gelderner Firma "Der Fahrradprofi" direkt vor Ort kostenlos ausgeführt. Die Ergebnisse von Fahrrad- und Helmcheck werden außerdem den Eltern mitgeteilt, so dass zu hoffen ist, dass die zum Teil gravierenden Sicherheitsmängel schnellstmöglich behoben werden.
Schnell Fahrrad fahren kann jedes Kind, aber beim Schneckenrennnen mussten die Schülerinnen und Schüler dann beweisen, dass sie auch langsam fahren können. Jede Gruppe musste "um die Wette langsam fahren" und so einen Gruppensieger bestimmen. Richtig spannend wurde es dann, als die Kinder den toten Winkel erleben sollten. Die Firma Nutzfahrzeuge Wolters hatte einen tollen, neuen LKW zur Verfügung gestellt. So konnten alle Kinder einmal auf den Fahrersitz klettern und erkennen, dass selbst eine halbe Klasse, die sich im toten Winkel aufgestellt hat, vom Fahrer überhaupt nicht mehr gesehen werden kann. So wurde den Schülerinnen und Schülern sehr deutlich, wie gefährlich es im Umkreis eines Lastwagens ist.
Schließlich gab es noch einen Fahrrad-Parcour zu bewältigen. Herr van de Sand von der Verkehrswacht hatte ein Schrägbrett, einen Bremstest und viele weitere Aufgaben mitgebracht, so dass die Kinder ihre Fähigkeiten mit dem Fahrrad erproben und ausbauen konnten. Da auch noch das Wetter mitspielte, war es ein rundum gelungener Vormittag.
Die ganze Aktion konnte aber aber nur deshalb so problemlos laufen, weil das Team der St.-Antonius-Schule außer durch die Firmen Nutzfahrzeuge Wolters und Gelderner Fahrradprofis auch noch von sehr vielen Eltern unterstützt wurde, die an diesem Vormittag den Kindern helfend zu Seite standen. Allen Helfern gilt deshalb noch einmal der besondere Dank aller Schülerinnen und Schüler!




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